Samstag, 22. Oktober 2011

Bericht zur Frankfurter Buchmesse - was lange währt...

Endlich komme ich dazu, euch meinen Tag auf der Frankfurter Buchmesse etwas näher zu bringen.
Gleich als erstes schonmal die Kurzform: Toll wars!
Aber von vorn.

Eigentlich wollte ich ja gar nicht hinfahren. Ich wohne nicht gerade um die Ecke, die Zugfahrt wäre recht lang und sowieso und überhaupt und nächstes Jahr gibts ja auch noch.
Und dann habe ich tatsächlich über BloggdeinBuch mit dieser Rezension zwei Karten für die Buchmesse gewonnen! Damit stand dann meine Entscheidung fest: Ich werde auf jeden Fall fahren!

 Da es sich um zwei Karten handelte, habe ich dann Sabrina mitgenommen, die sich auch sehr gefreut hat (eine gute Tat am Tag ;) ) und deswegen darf ich euch auch das Foto von uns beiden zeigen, auch wenn wir beide in echt viel hübscher sind.

An der einen oder anderen Stelle habe ich schon berichtet, dass ich wirklich arsc sehr, sehr früh los musste. Genauer gesagt, um kurz nach 4 Uhr morgens, mein erster Zug fuhr nämlich schon kurz nach 5 in 30 Kilometer Entfernung ab.
Jaaa, das Dorfleben. Hat was. 

Nach wundervollen 5 Stunden Zugfahrt (es lebe die Bahn!) und einigen grauenvollen interessanten Begegnungen mit Mitreisenden war ich dann mit nur 20 Minuten Verspätung endlich da! Das erste Mal in Frankfurt.

Sabrina und ich haben uns dann total problemlos gefunden und uns einfach vom Menschstrom mitreißen lassen, der uns dann sehr zuverlässig ans Ziel geführt hat. Die Dame an der Kasse konnte mit unseren Gutscheinen zwar zunächst nichts anfangen, aber das hat dann doch geklappt und wir waren endlich da!

Auf der Frankfurter Buchmesse!


Wie Erstbesucher manchmal so sind (zumindest in diesem Fall), sind wir tatsächlich etwas blauäugig an die Sache heran gegangen. Klar haben wir vorher den Veranstaltungskalender und die Hallenpläne studiert und uns heraus gesucht, was und wen wir wo und wann sehen wollten.
Nicht gerechnet hatten wir allerdings damit, wie voll und wie groß tatsächlich alles ist (Dorfkinder, ich erwähnte da bereits etwas....).
Und so haben wir uns mit vielen anderen gemeinsam durch die Hallen geschoben.


Und am Ende ganz viel leider nicht gesehen.
Zumal man ja auch kurz eine Pause einlegen muss, wobei dann aber solche netten Bilder entstehen (ich liebe die Panoramafunktion!!!).


Bei der Signierstunde von Isabel Abedi sind wir dann eher zufällig zum richtigen Zeitpunkt vorbeigeschoben worden und haben gleich angehalten und uns gefühlte Ewigkeiten angestellt.
Ich muss da mal ein ganz großes Lob loswerden: Eine unglaublich sympathische, offene, herzliche Frau! Und sie hat sich für jeden kurz Zeit genommen, ein, zwei Sätze gewechselt. Fand ich toll und sehr lobenswert.
Vor allem, wie ruhig sie in all der Hektik und dem Geschiebe um sie herum war (mich hätt das ja nervös gemacht).
Und (fand ich eine tolle Idee): Zu allen Covern farblich passende Stifte für die Autogramme.
Sehr schön! (Ja, wie man an der Farbe schon sehen würde, ich habe mir "Isola" signieren lassen).

Als einzigen weitern "unbedingt mitnehmen"-Programmpunkt stand dann noch die "Dornenkuss"-Lesung auf dem Plan, zu der wir leicht zu spät kamen und nur noch einen Platz vor den Bildschirmen im unteren Bereich bekamen.
War jetzt allerdings nicht so dramatisch, jeweils ein Buch konnten wir immerhin ergattern und mit unserem Leben verteidigen ;)
In der anschließenden Signierstunde haben wir uns natürlich auch angestellt. Diese lief sehr viel straffer organisiert, so blieb aber auch keine Zeit, die Autorin als Mensch wahrzunehmen. Schade eigentlich, bei dem Andrang aber verständlich. Während des Wartens haben wir dann lustigerweise noch eine Bekanntschaft von lovelybooks getroffen, war total nett!
Aber ein paar schöne Worte gabs noch in das Buch und so war dieser Punkt dann auch ein voller Erfolg.

Kurz danach haben wir uns dann schon auf den Weg gemacht zu unserer Verabredung mit den Machern von BloggdeinBuch, denen wir ja überhaupt unseren Besuch zu verdanken hatten. Dabei hatten wir Gelegenheit, den Island-Pavillion genauer unter die Lupe zu nehmen.

Ehrlich gesagt kann ich die Enttäuschung nicht nachvollziehen, die so viele äußern, wenn sie davon sprechen.
Mir fehlen allerdings auch Vergleichsmöglichkeiten zu den Darstellungen anderer Länder in der Vergangenheit.


Dieser Auftritt jedoch hat mir sehr gut gefallen. Und das unten stehende Bild habe ich aus reiner Faszination heraus geschossen. Man muss sich das vorstellen. Man ist auf einer Buchmesse, auf der man kaum an einem Tag über das ganze Gelände kommt, weil es einfach SO VIEL zu sehen gibt.
Und was ist? Kaum stehen Bücher in Regalen, in die man reinlesen kann, schmeißen sich die Leute in die Sessel, nehmen sich die Zeit und LESEN.
Ich fand das wunderschön.

Überhaupt hat der Pavillion eine total angenehme Atmosphäre ausgestrahlt mit den Leinwänden, auf denen Isländer beim (Vor)Lesen gefilmt wurden, mit der kleinen Bühne, der Bar, der Leseecke und dem gedämpften Licht.
Doch, da hätte ich gern noch länger bleiben können.

Das Treffen mit BdB war dann wieder sehr spannend, weil man endlich mal die Gesichter hinter den Mailadressen gesehen hat. Naja und es gab Schnaps *lach*
Im Ernst: Liebes Team, es war wirklich total nett! Nochmals ganz, ganz lieben Dank!
Und zwei Blogger-Kolleginnen, nämlich Sabiene und Eifelmini, habe ich auch noch etwas näher kennenlernen dürfen, das war auch total gut.

Tja und um den Bericht zu vervollständigen, zeige ich euch, was ich mitgebracht habe.
Ein oder zwei Leseproben *g*

Ein paar Lesezeichen (die 4-1-Lesezeichen-Sache von Island ist großartig, oder?)

Dornenkuss

Ein Foto mit mir und Bernhard Hoecker (soooo nett!), wahnsinnige Verspannungen in den Schultern und unglaublich, unglaublich, unglaublich viele Eindrücke.
Ich war ehrlich gesagt ganz froh, meine 5-Stunden-Heimreise allein antreten zu dürfen, weil das einfach ein Informations-Overkill war, ich konnte kaum noch geradeaus denken.

Was ich allerdings noch wahr genommen habe, waren die beiden jungen Frauen, die mit mir am Bahnsteig gewartet haben. Sie kamen, miteinander redend, zur Sitzbank, nahmen Platz, kramten ihre Bücher raus und das Gespräch erstarb, sie saßen einfach nebeneinander und haben gelesen.

Auch das ist Buchmesse und ich fand es toll. So viele Menschen, die ähnlich ticken, das ist schon klasse.

Aber beim nächsten Mal würde ich ganz vieles ganz anders machen. Ich würde mehrere Besuchstage einplanen und versuchen, Samstag und Sonntag zu umgehen. Es war einfach zu voll für meinen Geschmack und wir haben so vieles nicht sehen können, waren nichtmal im Open Space, weil die Zeit einfach fehlte. Das passiert mir nicht noch einmal ;)

Insgesamt aber ein ganz wundervoller, sehr anstrengender, aber auch sehr informativer Messetag, der sich gelohnt hat, aber auch gezeigt hat, was für mich verbesserungsfähig ist.
Ich freue mich auf das nächste Mal!

Kommentare:

  1. Die 4-1-Island-Lesezeichen habe ich auch :D
    Ich Dussel: meine neue Kamera hat auch eine Panorama-Funktion, die hätte ich ja mal nutzen können *grummel* die ganze Zeit habe ich mich geärgert, dass ich nur so kleine Fitzel vom OepnSpace aufs Bild bekomme ;D

    AntwortenLöschen
  2. Warst du wenigstens drin in dem Ding? Was war da? Und ja die Lesezeichen sind ziemlich klasse :)

    AntwortenLöschen
  3. Auf der Rückseite war das moderne Antiquariat, da konnte man aber nur rein, wenn man Taschen, Jacken etc. alles an der Garderobe abgegeben hat, darauf hab ich verzichtet. Auf der Vorderseite war der Twitterwall - vielleicht hast du die Zettelschlangen von draußen erkennen können? Da bin ich kurz rein um Fotos zu machen. Sonntag waren wir sowieso viel draußen, unsere Füße... besonders meine nach 5 Tagen Messe, auiaua... und zwischen den Pausen habe ich noch Fotos gemacht von den Cosplayern. Sonst hab ich mich nicht weiter drum gekümmert, was sich im OpenSpace noch so verbirgt.

    AntwortenLöschen
  4. Ne, von den Zetteln habe ich nur gelesen und mich dann kurz geärgert, dass ich das nicht live gesehen habe, war bestimmt interessant.
    Aber wie gesagt, nächstes Mal gehe ich das etwas anders an, man lernt ja.
    Wobei ich nicht sagen würde, dass es sich nicht gelohnt hätte oder so. Aber es war anstrengend und echt viel Input in sehr kurzer Zeit.
    Lg

    AntwortenLöschen
  5. Da hast du aber einen schönen Bericht geschrieben :-) Schickst du mir das Foto noch per Mail?
    Und ich sehe, das wie du, nächstes Mal organisierter und so - und mehr Zeit *lach*

    AntwortenLöschen
  6. Klar schick ich dir das noch :) Und was das andere angeht: Wir lernen ja dazu

    Lg

    AntwortenLöschen
  7. Danke für Deinen tollen Bericht, so habe ich wenigstens virtuell die Buchmesse besuchen können.
    L.G.
    Sabine

    AntwortenLöschen
  8. Selbst nach 5 Tagen Buchmesse hatte ich das Gefühl total viel verpasst zu haben, wobei man 5 Tage auch nicht wirklich mit straffen Zeitplan durchhält: Sonntags habe ich z.B. alle Pläne wegen Erschöpfung über den Haufen geworfen, einen Termin hatte ich verpasst, weil sich der Vorgängertermin verspätet hatte, und auf die "Dornenkuss"-Lesung hatte ich freiwillig verzichtet, nachdem eine Dreiviertelstunde vor Beginn schon eine ellenlange Schlange am Loewe-Stand anstand - Planung ist also auch nicht alles ;)

    AntwortenLöschen
  9. Gerne, Sabine :)
    Anette, dass immer mal was dazwischen kommt, ist auch klar. Aber so planlos wäre ich einfach nicht nochmal. Man lernt dazu.

    Lg

    AntwortenLöschen